16.05.2017

Bestens verortete CDU zieht in den Wahlkampf

Bundestagswahl: Mit Kandidat Hans-Joachim Fuchtel tagt in Wart breite Parteibasis / Fast 100 Mitglieder nehmen sich zwei Tage Zeit / IHK-Präsident Thost: Union hat Land vorangebracht

Bestens verortete CDU zieht in den Wahlkampf Eine breite CDU-Parteibasis aus den Landkreisen Calw und Freudenstadt traf sich in Altensteig-Wart mit ihrem Kandidaten für die Bundestagswahl, dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, zur Wahlkampf-Konferenz.

Region Nordschwarzwald. Auf breite Unterstützung in seinem Wahlkreis kann CDU-Kandidat Hans-Joachim Fuchtel bei der Bundestagswahl zählen. An die 100 Mitglieder und Unterstützer waren der Einladung zur zweitägigen Wahlkampf-Konferenz in Altensteig-Wart gefolgt. Burkhardt Thost, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald gab als "der Gast von außen" ein Statement an die Parteibasis, in dem er dazu ermunterte, "den Menschen Mut zu machen statt Ängste zu schüren.“

 Letzteres sei Ziel der Populisten, die nur platte Sprüche im Köcher hätten. Thost weiter: Die Union sei aus seiner Sicht die einzige Partei in Deutschland, die „das Land wirklich vorangebracht hat“. Sie bekenne sich zur „Erfolgsstory Europa“, die seit 40 Jahren für Wohlstand, Freiheit und Frieden stehe. Dazu trage der stabile Euro bei, sagte Thost, der sich für noch klarere Regeln bezüglich Einwanderung sowie für ein Bekenntnis zu Familie und christlichen Wurzeln aussprach.

 

IHK-Präsident Thost: Union hat Land vorangebracht Entscheidende Impulse für den Bundestagswahlkampf lieferte IHK-Präsident Burkhardt Thost (rechts) bei der Wahlkampf-Konferenz in Altensteig-Wart. Der CDU-Kandidat Hans-Joachim Fuchtel dankte für die klaren Worte.

 

Die Wirtschaft brauche mehr Flexibilität, weil Globalisierung und Digitalisierung „unser Leben dramatisch verändern“. Thost zu den SPD-Plänen: „Wir brauchen keine Verteilungsgerechtigkeit, da ist doch heiße Luft drin!“ Nur Teilhabe am Arbeitsleben gebe Menschen, die in die Arbeitslosigkeit abgerutscht seien, ihre Würde zurück.

Wie motiviert die CDU in seinem Wahlkreis Calw/Freudenstadt an den Start geht, machte Hans-Joachim Fuchtel nicht zuletzt an der großen Teilnehmerzahl fest. Darunter auffallend viele unter 30 Jahren. Die Mitglieder hätten das Wochenende im DEKRA Congress Center Wart auch dazu genutzt, sich noch besser zu vernetzen: „Das ist für mich Dialog an der Basis!“

Die Wahlkampf-Konferenz brachte eine Fülle von Ideen für die kommenden Monate ein. „Wobei wir einen fairen Wahlkampf führen werden“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär, was man auch von den anderen Akteuren erwarte. „Wir wollen, dass man uns intensiv wahrnimmt“, sagte Fuchtel, „dazu werden wir Ereignisse schaffen, zum Beispiel über konkrete Vorschläge zum Leben im ländlichen Raum und mit der positiven Bilanz auf Bundesebene.“ Die Politik der unionsgeführten Bundesregierung stehe auch aus der Sicht im Ausland für Verlässlichkeit.

Als Kandidaten mit im Boot sind Carl Christian Hirsch aus Nagold und Pascale Peukert aus Dornstetten. Sie wurden als Kandidaten auf die Landesliste gewählt und nehmen ebenfalls Veranstaltungen wahr. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Beck war präsent, während Kreisvorsitzender Thomas Blenke die CDU bei Außenterminen vertrat.

Argumentationshilfen für die direkte Diskussion mit dem Wähler lieferte Marian Bracht. In Schleswig-Holstein und im Saarland habe sich gezeigt, dass sich der Wähler immer später festlege. Deshalb müsse bis zum Schluss ein selbstbewusster Wahlkampf geführt werden, so der CDU-Kampagnenreferent aus Berlin.


 

Auch spezielle Stunde des Zuhörens geplant

Die CDU-Basis zeigte sich fleißig: Während sich ein Teil der Anwesenden in die Schreibwerkstatt für das CDU-Regierungsprogramm mit Vorschlägen zur Migration, Generationengerechtigkeit, Datensicherheit und Bildungspolitik einbrachte, setzte sich ein zweiter Arbeitskreis mit der Öffentlichkeitsarbeit auseinander.

Das Veranstaltungsprogramm für den Wahlkampf nimmt dank des dritten Arbeitskreises bereits Konturen an. So wird man im „CDU-Sommer“ das Thema Sicherheit mit Heimatnähe verknüpfen. Traditionelle Landgasthöfe sollen Ausgangspunkt für Vor-Ort-Gespräche sein, um auch lokale Themen aufzugreifen. Neben den Bundesministern Wolfgang Schäuble und Dr. Gerd Müller werden weitere politische Schwergewichtige im Nordschwarzwald erwartet.

Der vierte Arbeitskreis machte es sich unter anderem zur Aufgabe, allen Wahlkämpfern eine Erfolgsliste der Vergangenheit an Hand zu geben. Die Schaffung von dezentralen Wirtschaftsinseln und Arbeitsplätzen tauchen darauf ebenso auf, wie zum Beispiel die intensive Auseinandersetzung mit der Energiezukunft, die initiative eines Runden Tisches für Entwicklungs-Zusammenarbeit oder die Initiative Burnout. Auf das stärker artikulierte Bedürfnis der Bürger, mehr gehört zu werden, werde die CDU mit einer Aktion „Stunde des Zuhörens“ reagieren, sagte Fuchtel.

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