22.07.2017

Nachhaltigkeit fängt beim Frühstücksei an

Tourismus: Andreas Jung in Baiersbronn / Landesgruppenchef der CDU im Wahlkreis von Hans-Joachim Fuchtel

Baiersbronn: Nachhaltigkeit und die Fünf-Sterne-Hotellerie passen bestens zusammen, erfuhr Andreas Jung im Hotel Traube Tonbach. Sanfter Tourismus ist heutzutage schon bei der Bestellung des Frühstückseis gefragt, erklärte Sebastian Finkbeiner dem Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordneten.


Jung ist Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung im Deutschen Bundestag. Weil dem Klimaschutz und der Nachhaltigkeit durch seine politische Arbeit ein besonderes Interesse gilt, legte er einen Stopp im Wahlkreis seines Landesgruppen-Kollegen Hans-Joachim Fuchtel ein. „Der Besuch ist ein Zeichen der guten Kooperation zwischen uns“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Nordschwarzwald, die sich freilich nicht nur auf das Thema Nachhaltigkeit beschränke.

So werde er Anfang August seinerseits an den Bodensee reisen, um im Wahlkreis seines Fraktionsfreundes Andreas Jung über die Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu informieren. „Das verstehen wir beide unter Bürgernähe“, sagte Fuchtel, „auf diese Weise erfahren wir die Sorgen und Nöte, aber auch viele gute Nachrichten wie in Baiersbronn direkt von den Bürgerinnen und Bürgern.“

Den Besuch in Baiersbronn hatte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Andreas Züfle, eingefädelt. „Mit ihm haben sie einen exzellenten Werber für Baiersbronn in der Landeshauptstadt sitzen“, verwies Jung gegenüber den Teilnehmern der Informationsrunde auf das rege Engagement des Mitarbeiters der Stuttgarter CDU-Landesgeschäftsstelle für seine Heimatgemeinde.

Im Hotel Traube Tonbach werden in einem Blockheizkraftwerk mit Gas jährlich 2,6 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und 70 Prozent des Wärmebedarfs abgedeckt. „Das bedeutet für uns durchaus eine deutliche Verbesserung im Energieverbrauch“, erläuterte Jan Kappler als Mitglied der Geschäftsleitung, „und beschert unseren Gästen ein gutes Gefühl.“ Denn aufs Jahr gerechnet werden durch diese Form von Wärmegewinnung und Stromerzeugung gut 1,7 Millionen Kilogramm Kohlendioxid eingespart, weil vorher mit Öl geheizt worden war.

Dass Nachhaltigkeit im Tourismus mehr ist als der Genuss heimischer Produkte, erläuterte Sebastian Finkbeiner gleich an mehreren Beispielen: „Vor allem unsere jüngeren Gäste fragen mittlerweile ganz gezielt die Nachhaltigkeit ab, weshalb sie für uns zu einem ganz wichtigen Thema geworden ist.“ Deshalb sei der sanfte Tourismus ein Prozess, der sich weiterentwickle und aktuell bei der hauseigenen Tonbachquelle angelangt sei. „Auch das ist heute in gewisser Weise ein Luxus, den man nicht bezahlen kann“, ist der Jungunternehmer überzeugt. Allerdings stehe hinter allem grundsätzlich der finanzielle Aufwand, will heißen: Die Investition in Nachhaltigkeit muss sich lohnen.

Ausführlich ließ sich Andreas Jung in der Energiezentrale des Hotels aus erster Hand informieren. Ingenieur Klaus Liepelt kümmert sich bereits seit fast 50 Jahren um die technische Gebäudeausrüstung des Hotels. 

 

fujung 

Ganz schön warm wurde Andreas Jung und den Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes Baiersbronn in der Energiezentrale des Hotels Traube Tonbach (von links): Sebastian Finkbeiner, Andreas Jung, Helga Liepelt, Andreas Züfle, Levin Eisenmann, Klaus Liepelt, Jan Kappler, Martina Finkbeiner, Felix Tebbe, Tim Moll und Roland Faißt. 

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